Minhyriath - Gondolyn CD Review

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2008-08-01 : sunzu
Von Andre Friebel
25. Mai 2008, 23:07


„Pedo mellon a mino“ (Sprich Freund und tritt ein). Diese Worte lassen sich auf der Innenseite des Beiheftes von Minhyriath lesen, die „ein Mann Kapelle“ von Amrod, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seine Vorliebe zu dem Autor Tolkien musikalisch und auf seine Weise umzusetzen. Herausgekommen ist hierbei eine Folk/Deathmetal-Mischung die durchaus gelungen ist.

Das Wort „Minhyriath“ wurde eigentlich von dem Fantasy-Autor J. R. R. Tolkien erfunden. „Minhyriath“ ist „Das Land zwischen den Flüssen“ im Westen von Eriador (Mittelerde). Amrod selber gibt preis, dass er seit über 15 Jahren ein großer Tolkien-Bewunderer ist. Da er auch seit Jahren Metal spielt, sah er 2007 die Zeit gekommen ein Seitenprojekt neben seiner Band Excelsis zu starten.


Positive Reaktionen folgten auf Minhyriath und so werden wir wohl in Zukunft noch viel von Amrod zu hören bekommen. Seine „Geschichten“ bzw. die Texte handeln hauptsächlich von der Saga des Rings sowie dem Silmarillion. Musikalisch finden hier viele Einflüsse mittelalterlicher Instrumente ihren Platz, wie zum Beispiel der Flötenarbeit, die in dem Werk fest verwurzelt ist. Ein weiterer fester Bestandteil ist, neben den doch gut zu verstehenden Death-Growls, die heldenhafte Chöre, die einen weiter in die Stimmung von Tolkien versetzen. Hier kommt eine klasse Atmosphäre auf wie sie auch bei Summoning entsteht, die sich voll und ganz den Werken Tolkiens verschrieben haben. Aber dennoch ist es kein Abklatsch der österreichischen Kollegen. Ein eigener Stil ist hier sehr gut zu erkennen.

An den Liedertiteln merkt ein Fantasy-Leser, der Tolkiens Werke kennt, schnell wo der Hammer hängt. Titel wie „Gondolyn“ (Lied 8 - „Das verborgene Königreich“ errichtet von Fürst Turgon) oder auch „Turyn“ (Lied 9 - Sohn Hurins und Morwens) ziehen einen schnell in ihren Bann. Beginnt „Gondolyn“ mit einem fast 2 minütigen Intro mit klarer Sprache schon mystisch, so bricht mit Lied 2 (Shylob) eine Welt über einen herein, die man nicht so schnell vergisst.

Starke Schlagzeugattacken an den richtigen Stellen sowie schöne Gitarrenbögen wie Pfeifen-Spiele runden das Ganze ab und steuern dazu bei, dass dieses Album Freude macht. Durch die farbenfrohe Aufmachung der Coverarbeit mit Felsstücken (wo eines verziert ist) sowie der elbischen Schrift, den Gräsern und den Bäumen wird einem weiter schnell klar, dass hier tief ins Detail gegangen wird. Besonders zu erwähnen ist das Stück Ithilyen (Lied 6), welches sanft als Ballade mit Chorstimmen sowie Schlachtengetrommel daher kommt. Klasse!

4/5